Der Score, der den Vertrag entscheidet
Ein Score gewichtet die Bonität einer Person und wird zur faktischen Grundlage von Vertrags- und Zugangsentscheidungen.
Ein Vertrag wird verweigert, verteuert oder erschwert. Die Person trägt die Wirkung, ohne die Berechnung zu kennen.
Auskunft über das Ergebnis ersetzt nicht den Zugriff auf die wirkende Form. Transparenz bleibt unterhalb der Wirkebene.
Welche Stelle müsste die Gewichtung selbst begründungspflichtig und revidierbar machen — nicht nur das Einzelergebnis?
Die Form entscheidet vor der sichtbaren Entscheidung. Die Antwort erreicht das Ergebnis, aber nicht die Genese der Form.
Anschluss: EuGH zur automatisierten Bonitätsbewertung (C-634/21) und zur Erklärbarkeit der involvierten Logik (C-203/22).